Kaum ein Tag vergeht, an dem die AfD nicht im Mittelpunkt der politischen Berichterstattung steht. Eine Äußerung eines Funktionärs, ein neuer Umfragewert, ein Streit innerhalb der Partei oder die nächste Provokation – nahezu jede Entwicklung wird kommentiert, analysiert und eingeordnet. Politiker demokratischer Parteien reagieren oft umgehend mit scharfer Kritik. Nachrichtensendungen, Talkshows und soziale Medien greifen … Weiterlesen Demokratischen Parteien müssen ihre eigene Geschichte erzählen – und nicht die Agenda der Extremen übernehmen
Autor: Jochen Michels
Heimat zwischen Zugehörigkeit und Offenheit – warum der Begriff aktueller ist denn je?
In dem Blogbeitrag mache ich mir Gedanken über den Begriff Heimat und dessen Wandel seit 2018, als ich einen ersten Artikelhierzu veröffentlichte. Heimat ist kein exklusiver Ort, sondern eine Gemeinschaft, geprägt durch Beziehungen und Erinnerungen. Die aktuelle gesellschaftliche und politische Lage erfordert meines Erachtens eine neue Perspektive auf Heimat, die Offenheit, Integration und Verantwortung betont.
Karneval verbindet:
Denn Karneval ist weit mehr als ein paar Wochen ausgelassener Freude, Feiern und Humor. Er verbindet Menschen unterschiedlicher Generationen, Berufe und Lebenswelten. Während in vielen gesellschaftlichen Bereichen Trennendes in den Vordergrund gerückt ist, schafft der Karneval Begegnungen. Hier arbeiten Schülerinnen und Schüler mit Rentnern zusammen, Handwerker mit Akademikern, Selbstständige mit Angestellten. Auf der Bühne zählen weder Status noch Herkunft, sondern Engagement, Kreativität und Teamgeist. Diese Integrationskraft entsteht nicht zufällig. Sie basiert auf dem ehrenamtlichen Einsatz unzähliger Menschen. Sie schreiben Reden, trainieren Tanzgruppen, bauen Wagen, organisieren Veranstaltungen, kümmern sich um Technik, Dekoration, Kostüme, Finanzen und Nachwuchsarbeit. Viele investieren dafür hunderte Stunden ihrer Freizeit – ohne Bezahlung und häufig ohne große öffentliche Aufmerksamkeit.
Verantwortung und Stabilität in der Demokratie: Warum der Mensch der entscheidende Faktor bleibt!
Die Güte politischer Systeme wird häufig anhand ihrer Stabilität bewertet. Regierungen sollen handlungsfähig sein, gesellschaftliche Konflikte lösen können und wirtschaftliche sowie soziale Entwicklungen in geordneten Bahnen halten. Dabei unterstellen einige Politikwissenschaftler, Demokratien seien grundsätzlich stabiler als autoritäre Herrschaftsformen. Ein Blick auf die Realität zeigt jedoch, dass diese Annahme zu kurz greift. Es gibt stabile und … Weiterlesen Verantwortung und Stabilität in der Demokratie: Warum der Mensch der entscheidende Faktor bleibt!
Was Parteien leisten können – und was nicht: Die neue Parteienlandschaft in Deutschland
Als dieser Beitrag 2018 erschien, befand sich das deutsche Parteiensystem bereits in einem Wandel. Die einstige Dominanz der beiden Volksparteien CDU/CSU und SPD war erkennbar geschwächt, neue politische Kräfte gewannen an Bedeutung, und die Regierungsbildung wurde zunehmend komplizierter. Acht Jahre später hat sich dieser Trend nicht nur fortgesetzt, sondern erheblich beschleunigt. Die Bundestagswahl 2025 und … Weiterlesen Was Parteien leisten können – und was nicht: Die neue Parteienlandschaft in Deutschland
Zwischen Abhängigkeit und Anspruchslosigkeit: Die Defizite der deutschen und europäischen Außen- und Sicherheitspolitik
Die geopolitische Lage Europas hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Der russische Angriff auf die Ukraine, die zunehmende Rivalität zwischen den USA und China, die Konflikte im Nahen Osten sowie die Erosion der regelbasierten internationalen Ordnung stellen Deutschland und die Europäische Union vor Herausforderungen. Mit den außen- und sicherheitspolitischen Konzepten der vergangenen Jahrzehnte … Weiterlesen Zwischen Abhängigkeit und Anspruchslosigkeit: Die Defizite der deutschen und europäischen Außen- und Sicherheitspolitik
Schweden und Deutschland im Vergleich: Warum sich ein Blick auf das schwedische Politik-Modell lohnt!
Deutschland und Schweden gehören zu den wohlhabendsten und stabilsten Demokratien Europas. Beide Länder verfügen über leistungsfähige Volkswirtschaften, umfangreiche Sozialstaaten und hohe Lebensstandards. Dennoch fällt auf, dass Schweden in internationalen Vergleichen häufig besser abschneidet – sei es bei der Innovationskraft, der Arbeitsmarktintegration, dem Vertrauen in staatliche Institutionen oder dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Während Deutschland seit einigen Jahren intensiv über Reformstau, Bürokratie und Vertrauensverlust diskutiert, gilt Schweden vielen Beobachtern als Beispiel für einen modernen, anpassungsfähigen Wohlfahrtsstaat. Ein genauer Vergleich zeigt, dass die Unterschiede weniger auf ideologische Grundsatzentscheidungen als vielmehr auf politische Kultur, institutionelle Strukturen und die Bereitschaft zu kontinuierlichen Reformen zurückzuführen sind.
Schwarz-Rot ohne Alternative? Warum Minderheitsregierungen in Deutschland mehr Aufmerksamkeit verdienen
Weder in Rheinland-Pfalz noch im Bund war eine CDU-Minderheitsregierung die wahrscheinlichste Lösung. Sie wäre jedoch eine ernsthaft diskutierbare Alternative gewesen. Die verbreitete Vorstellung, stabile Regierungsführung sei ausschließlich durch klassische Koalitionen mit fester Mehrheit möglich, entspricht weder den Erfahrungen vieler europäischer Demokratien noch den institutionellen Möglichkeiten des deutschen politischen Systems. Die schwarz-roten Koalitionen in Mainz und Berlin sind politische Realitäten. Ob sie erfolgreich sein werden, muss sich erst zeigen. Die Debatte über mögliche Alternativen bleibt dennoch wichtig. Gerade in einer Zeit, in der das Parteiensystem vielfältiger und komplexer wird, könnte der Blick auf Minderheitsregierungen helfen, neue Wege demokratischer Regierungsbildung zu erschließen. Statt sie reflexartig als Risiko zu betrachten, wäre es sinnvoll, ihre Chancen und Grenzen nüchtern und vorurteilsfrei zu diskutieren.
Wege zu einem smarten digitalen Europa: Eine Perspektive auf regulatorische Vereinfachung aus Sicht der Cybersicherheit
Im vergangenen Jahrzehnt hat die Europäische Union (EU) einen ambitionierten Weg eingeschlagen, um neue, innovative, nachhaltige und sichere Regeln für das digitale Zeitalter zu gestalten. Die EU hat in ihrer Gesetzgebung Schlüsselbereiche wie Datenschutz, Cybersicherheit, künstliche Intelligenz, Online-Plattformen und digitale Märkte umfassend reguliert. Gemeinsam bilden diese Initiativen das Rückgrat der Vision der Digitalen Dekade der EU, die darauf abzielt, bis 2030 ein sicheres, inklusives, digitalisiertes Europa zu schaffen. Diese politischen Initiativen spiegelt das Ziel der EU wider, technologische Innovationen zu fördern und gleichzeitig sicherzustellen, dass der digitale Fortschritt fest in den europäischen Werten Datenschutz, Fairness und Vertrauen verankert ist. In dem Artikeln diskutiere ich konkrete Empfehlungen aus Sicht der Cybersicherheit, wie diese Zieleerreicht werden könnte.
Digital Sovereignty in Germany and the European Union
Digital sovereignty has become a central political and economic objective for Germany and the European Union. The concept describes the ability of states, companies, institutions, and individuals to act independently, securely, and autonomously in the digital sphere while maintaining control over data, digital infrastructures, and software systems. At the same time, digital sovereignty does not mean complete technological isolation or autarky. Instead, it emphasizes the freedom to choose digital technologies independently and to avoid irreversible dependencies on individual providers.








